Gedanken zur Zucht

Zucht Grundsätzliches

Zucht und Welpenaufzucht
und das Leben mit unseren Hunden

Wir züchten Silken Windsprites. Uns liegt es am Herzen, dass wir gesunde, wesensfeste, leistungsfähige (Kopf und Körperbau) und typvolle Hunde hervorbringen.

So achten wir zunächst auf eine passende Verpaarung, hier spielt das Wesen,die Gesundheit, das Aussehen, aber auch der Inzuchtskoeffizient eine Rolle, sowie MDR1 und CEA. So kann es passieren, dass wir für den geeigneten Partner unserer Hündinnen schon mal lange Wegstrecken hinter uns bringen.  Es ist nicht der Rüde „um die Ecke“ der Beste, wenn auch der Bequemste.

Bei der Welpenaufzucht ist die Sozialisierung von hoher Bedeutung. Jeder bei uns geborene Welpe wird als Familienmitglied betrachtet, auch noch über die Abgabe hinaus. Die Welpen wachsen bei uns im Haus zunächst bei mir im Schlafzimmer, dann im Wohnzimmer und Garten auf. So ist gewährleistet, dass die Welpen alle Alltagsgeräusche nicht nur kennenlernen, sondern auch für selbstverständlich nehmen: Musik, Radio, Küchengeräusche, Staubsaugen, Wischen, hüpfende Kinder durchs Haus, rufende Kinder und Mütter, schlagende Türen, Fernsehen (dabei kuscheln) usw…

Die Anfragen nach Welpen aus meiner Zucht von Kollegen und Kolleginnen aus dem therapeutischen und pädagogischen Bereich häufen sich immer mehr. Viele meiner Schwanenkinder arbeiten in den unterschiedlichsten tiergestützten Settings. Das freut mich natürlich sehr. Alle meine Welpen werden bestens auf ihr kommendes Leben vorbereitet. Das ist zum Beispiel ein „Programm“ das die Welpen mit mir „durchschreiten“ wodurch sie Stress besser verarbeiten können im Erwachsenenalter. Das sind aber auch viele verschiedene Anreize und Anregungen, die die Welpen in der Zeit des Aufwachsens bei uns im Schwanenland geboten bekommen. Dennoch, nicht jeder Welpe/Hund ist zur tiergestützten Arbeit am Menschen geeignet. Ich berate gerne die zukünftigen Schwaneneltern.

Wichtig ist mir zu sagen: Viel hilft nicht viel,  bei der Aufzucht der Welpen und vor Allem bei der sogenannten oft falsch verstandenen Sozialisierung der Hundekinder. Der Züchter sollte genau wissen, wann er was und wie mit den Welpen macht. Manchmal ist weniger mehr, ein Abhaken von Ereignissen bzw. Erlebnissen kann gefährlich sein.

Die Welpen sind bis zur Abgabe mehrfach Auto gefahren, haben Halsband getragen, Leine kennengelernt. Sie haben Gehhilfen, Rollstuhl usw. beschnuppert und schon mal einen  Fahrradfahrer oder Jogger erlebt und ballspielende Kinder. Einen kleinen Waldspaziergang ganz allein ohne Rudel mit mir haben sie auch erlebt. Dabei wird immer nur so viel gemacht, wie es dem Hundekind zuzumuten ist.

Bei gutem Wetter toben die Welpen im Garten und wachsen in unserem kleinen Rudel auf. Nötige und ausreichende Ruhephasen gibt es natürlich auch! – Die Welpen werden geimpft, gechipt und mit EU-Impfpass abgegeben. Sie bekommen eine Ahnentafel des DWZRV (VDH) und sind auch MDR1 und CEA getestet.

Wir sind nicht nur Züchter! Wir sind  eine Familie, die mit ihren Hunden lebt!

Heute bin ich berührt und beglückt darüber, wie meine Hunde mit ihren Eigenarten und verschiedenen Wesenszügen den Zusammenhalt in meiner Familie fördern und eine Art Bindung/Verbindung auf einer Gefühlsebene zwischen uns allen auf vielschichtige Weise schaffen.
Mir persönlich ist die Bindung  meiner Hunde zu mir wichtig, an ihr muss man ständig arbeiten, in dem man sich mit dem Wesen und der „Denke“ des einzelnen Hundes auseinandersetzt. Es ist ein spannender nicht endender Prozess und ein Ausgleich zu meiner Berufstätigkeit, bei dem ich mich wunderbar entspannen kann.
Deshalb ist für mich selbstverständlich, dass meine Zucht klein und überschaubar bleibt, denn zu jedem Hund, der mit uns lebt, möchte ich eine intensive Bindung haben.

"Das Seelchen"

„Das Seelchen“