Hundegeschichten

 

Swantje Eder mit Welpe
Swantje Eder lauscht Welpengeflüster

 

Hunde haben mich schon immer begeistert. Im Hause meiner Großeltern gehörten Hunde zum Familienleben, und die Liebe zu den Vierbeinern hat mich besonders mit meiner Großmutter verbunden. Sie hat mir viele Geschichten erzählt über ihre Dackel, die sie im Laufe ihres Lebens begleiteten. Mich faszinierten die vielfältigen Persönlichkeiten dieser Hunde, die das Familienleben bereicherten.
Heute bin ich berührt und beglückt darüber, wie meine Hunde mit ihren Eigenarten und verschiedenen Wesenszügen den Zusammenhalt in meiner Familie fördern und eine Art Bindung/Verbindung auf einer Gefühlsebene zwischen uns allen auf vielschichtige Weise schaffen. Das Leben, gerade das der Kinder, besteht zum großen Teil aus Leistungsdruck, dem Sich- Messen-Müssen in der Schule und auch im Sport. Im Zusammenhang mit unseren Hunden gibt es keinen Druck, kein Leistenmüssen. Dennoch lernen meine Kinder Verantwortung zu tragen und ernten uneingeschränkte Liebe von den Vierbeinern.
Mir persönlich ist die Bindung  meiner Hunde zu mir wichtig, an ihr muss man arbeiten, in dem man sich mit dem Wesen und der „Denke“ des einzelnen Hundes auseinandersetzt. Es ist ein spannender nicht endender Prozess und ein Ausgleich zu meiner Berufstätigkeit, bei dem ich mich wunderbar entspannen kann.
Deshalb ist für mich selbstverständlich, dass meine Zucht klein und überschaubar bleibt, denn zu jedem Hund, der mit uns lebt, möchte ich eine intensive Bindung haben.

 

Ussara, Aglaia, Coralina, Fee, Elie, Anthea

Ussara, Aglaia, Coralina, Fee, Elie, Anthea

 

Felix mit Silvan
Felix mit Silvan

Felix
Felix war mein erster eigener Hund (in meiner Kindheit begleiteten mich natürlich immer Hunde). Er war ein Kurzhaardackel, ein echter Wiener Charmeur und zog bei mir ein, als ich 24 Jahre alt war. Felix war natürlich „Bayrischer Jugendsieger“ und dann „Hamburgs schönster Hund“. In erster Linie war er aber dann Freund meiner Söhne, die er herzlich in unserer wachsenden Familie duldete. Der stramme, kernige Dackel wurde mit zunehmendem Alter unabhängiger und ging lieber allein spazieren. Leider erkrankte er viel zu früh an Dackellähmung.

 

Juni mit Silvan

Juni mit Silvan

Juni Cadeaux
Nach Felix Tod, lebten wir einige Jahre ohne Hundebegleitung, da ich beruflich zu sehr eingespannt war.  Meine Kinder hatten  mich ständig bearbeitet, so zog Juni, benannt nach dem Monat, bei uns ein. Juni, eine Yorkshire-Papillon Mischlingshündin, wog mit 8 Wochen 700 gramm und erinnerte mich an meine Meerschweinchen. Zunächst wurde sie belächelt und von unserer Umwelt nicht ernst genommen. Mit ihrem Mut und ihrer Kompromisslosigkeit verschaffte sie sich schnell Respekt bei großen Hunden und auch erwachsenen Zweibeinern, die gern über Schoßhündchen lästerten. Juni ist eine ganz große und selbstbewusste Hündin. Neuerdings hat sie ihre Liebe zu dem Vater meiner Jungs entdeckt und lebt größtenteils dort.

 

März 2007 Djamil und Febra

März 2007 Djamil und Febra

 

Djamil
Djamil ist mein erster Windhund. Durch sie habe ich meine Leidenschaft zu Windhunden allgemein, zu Whippets im besonderen entdeckt. Djamil kam mit 8 Monaten aus den USA im Februar 2006 zu uns. Durch eine Freundin wurden wir auf diese Rasse aufmerksam. Als ich zum ersten Mal einen Silken Windsprite sah, war mir klar, dass ich bald einen in unsere Familie aufnehmen wollte. Es war dann Zufall oder auch Schicksalsfügung, dass wenige Wochen später Djamil bei uns einzog.

Djamil kannte weder Menschen, Treppen, Autos, noch Staubsauger oder Musik, als ich sie bekam. Wir hielten 3 Monate die Türen verschlossen, und es war nicht möglich sie von der Leine zu lassen, da ihr Fluchttrieb sie beherrschte. Mit viel Geduld, viel Zeit und Zuwendung taute Djamil allmählich auf. Jetzt ist sie stets an meiner Seite. Sie begrüßt mich und die Kinder morgens mit einem Wolfsgeheul. Djamil ist eine leidenschaftliche Rennerin auf der Rennbahn und hat durch das Rennen an Selbstbewusstsein gewonnen. Sie hat mir ihre Passion deutlich mitgeteilt, denn Agility, oder andere Versuche, sie an „Beschäftigung“ heran zu führen, lehnte sie vehement ab. Während alle meine Hunde ausflippen, wenn ich einen Clicker in die Hand nehme, so lässt auch das Clickertraining sie kalt. Sie ist eben eine echte „Rennerin“. Und sie überzeugt mit ihrer anmutigen Ausstrahlung, die ihre Unbestechlichkeit vermuten lässt.

2012: Djamil liebte es zwar an meiner Seite zu sein, aber das wachsende Rudel und der viele Trubel, der durch die Welpen und das Zuchtgeschehen im Haus herrschte behagten ihr eher weniger. So oft beobachtete ich, wie Djamil zunehmend litt, sich zurück zog und von den anderen Hunden gemobbt wurde. So habe ich mich lange Zeit mit dem Gedanken angefreundet, ein geeignetes Zuhause für Djamil zu suchen. Als ich Silke kennenlernte wusste ich, dass sie die richtige Hundemutter für Djamil sein würde. Schweren Herzens gab ich Djamil in Silkes Obhut. Djamil lebt jetzt in München mit einer kleinen Hündin und mit Silke zusammen und ist sehr glücklich, was ich aus Silkes Berichten und Fotos schließen kann. Ende 2013: Noch immer fehlt mir Djamil sehr. Und es fällt mir schwer darüber zu reden. 

 

Aglaia 6 Monate alt

Aglaia 6 Monate alt

Aglaia Soleil
In der Zwischenzeit stöberte  ich emsig über Silken Windsprites im Internet.
Begeistert und fasziniert von der entstehenden Rasse beschloss ich im Dezember 2006 eine weitere Hündin zu uns zu nehmen.
Es sollte eine rote Hündin sein mit schwarzer Maske. So waren wir überglücklich, mit der damals 6 Monate alten Aglaia den Jahreswechsel zu erleben, sie stürzte sich mit Wonne auf unseren mit Hundekuchen bekringelten Weihnachtsbaum.
Von Anfang an fiel Aglaia durch ihre Ungestühmtheit und Unbekümmertheit auf. Ihrem Ideenreichtum in Sachen  Streiche und liebenswerten Ungezogenheiten waren keine Grenzen gesetzt und auch heute noch überrascht sie uns gelegentlich damit. Mit Vorliebe zerkaute sie die Englischarbeiten meiner Söhne zur Unkenntlichkeit, wobei sie eindeutig gute Noten bevorzugte. Die Brille meines Partners wurde ungefragt zu einer „Designerbrille“ mit dem Werkzeug Kiefer umdekoriert, das nagelneue Handy als Gourmetknochen „verzehrt“ und nachts die TV Fernbedienung betätigt und die Familie aus dem Schlaf geschreckt. Noch immer lässt Aglaia keine stinkende Stelle aus um sich darin genüßlich zu baden…. So kam es, dass sie zwischenzeitlich den Namen „Frau Meinhoff“ erhielt, oder auch liebevoll „Ulrike“ gerufen wird.

Aglaia forderte von Anfang an Beschäftigung, und es stellte sich heraus, dass sie enorm gelehrig ist. Im Nu wurde sie bei den Stunden im Dogdance Training als Streberin betitelt und erntete Anerkennung durch ihre deutlich erkennbare Motivation zu lernen bei der Hundeführerscheinprüfung! Aglaia arbeitet inzwischen mit mir als Therapiehündin bei Menschen mit kognitiven und seelischen Einschränkungen. Sie „arbeitet“ sehr einfühlsam und vorsichtig und stellt sich auf die verschieden Gefühlswelten der Menschen ein. Ihre Weise Menschen zu begegnen berührt immer wieder mein Herz. Sie ist im Feld jederzeit abrufbar. Aber das Rennen auf der Bahn ist ihre größte Freude.

Noelle

Noelle

 

Noelle
Angesteckt von der Rennbegeisterung meiner Hündinnen, entwickelten auch Volker und ich eine Rennleidenschaft. So reifte in uns der Entschluss, einen Whippet besitzen zu wollen, der auch in naher Zukunft offiziell an Turnieren teilnehmen kann. Ende Januar 2008 zog Saperlipoupette vom rauen Meer (Noelle) bei uns ein. Noelle ist mit ihren jungen 5 Monaten eine rasante und unerschrockene kleine Persönlichkeit. Unser „Rennbaby“ macht uns wilde Freude. Sie ist eine stürmische Bereicherung, die, wie auf Bildern zu sehen auch sehr anschmiegsame Seiten hat.

Leider kam Noelle im Sommer 2008 bei einem tragischen Autounfall ums Leben. Sie wird immer einen Platz in unserem Herzen behalten.

 

 

Ussara

Ussara

Ussara

Ussara lebt seit Februar 2009 bei uns, sie stammt aus dem Zwinger „vom rauhen Meer“. Ussara ist eine passionierte Rennerin, eine treue Seele und sie möchte immer gefallen. Uschi ist sehr schnell „an“, vor Allem auf der Rennbahn, wenn sie ihrer Berufung, der Hasenjagt, nachgehen möchte. Usch Usch hasst Regen und Aufregung und ist manchmal genervt vom „Junggemüse“, deshalb zieht sie sich zu Hause in eine ruhige Kuschelecke zurück. Sie liebt es an meiner Seite zu traben bei langen Spaziergängen, oder beim Dogdancetraining. Ohne Wild in Sichtweise ist sie immer abrufbar…

Anthea
Anthea

Anthea zog Ende September 2011 bei uns ein.  Sie war ein ruhiger und sicherer Welpe und fügte sich schnell ins Rudel ein. Sie lernt sehr schnell und liebt es mit dem Clicker zu arbeiten. Anthe ist eine extrovertierte Hündin. Deshalb wird sie von uns auch oft „Hampel Pampel“ (Name geklaut) genannt. Beim Spazieren gehen hüpft sie an der Leine, es fällt ihr schwer Ruhe zu bewahren. Anthea ist dennoch sehr aufmerksam und möchte gefallen. Sie mag  Ball  spielen und  apportiert leidenschaftlich gern, ihre große Leidenschaft aber ist das Coursing und das Rennen auf der Bahn. Meine große Feude ist es, Anthea mit kleinen Babys zu erleben, sie ist so „verrückt“ nach Babys, dass sie in vorbeifahrende Kinderwagen schaut, indem sie mit allen vier Pfoten gleichzeitig hochspringt. Anthea arbeitet auch mit mir. (Tiergestützte Therapie und Pädagogik) Anthea ist abrufbar im Feld, sie „sucht“ kein Wild in der Ferne, einem „auffliegenden“ Kaninchen aber würde sie folgen…

 
Fee
Fee

Feechen wohnt seit März 2012 bei uns.  Fee ist eine zarte Hündin mit unglaublich viel Energie. Feechen rennt und rennt und rennt. Natürlich rennt sie auch auf der Rennbahn, ich habe aber den Eindruck, dass es ihr eher ums Rennen ansich geht, als um die „Jagt“. Feechen spielt gern mit anderen Hunden, sie ist albern und ein kleiner Kobold, der uns so oft zum Lachen bringt. Sie lernt gern und schnell mit dem Clicker, braucht aber mehr Motivation dazu als meine anderen Hündinnen. Fee arbeitet mit mir als Therapiehündin mit an Demenz erkrankten Menschen.

 

Coralina
Coralina

Coralina (Text folgt)